Früher ging gut und gerne mal eine Tüte Chips am Abend drauf. Auch allein. Seit meiner Radikalumstellung in Sachen Ernährung kommen mir Chips aus der Tüte nicht mehr ins Haus. Viel mehr nasche ich Nüsse.

Denn trotz ihres doch recht hohen Anteils an Fett sind Nüsse im Gegensatz zu Kartoffelchips oder anderen Snacks sehr gesund.
Die vielseitigen Schalenfrüchte enthalten unter anderem viele Vitamine, Nähr- und Mineralstoffe. Nüsse stärken das Herz, fördern gleichzeitig die Konzentration und senken sogar den Cholesterinspiegel, vorausgesetzt man isst Nüsse in Maßen!

Doch Nuss ist nicht gleich Nuss. Welche Nuss wie punktet:

Haselnuss

Die Haselnuss gehört zu den ältesten Nussarten Europas. Da die Pflanze der Haselnuss sehr robust ist, ist sie in deutschen Gärten weit verbreitet. Neben gesunden Fettsäuren und Zink enthält die Haselnuss besonders viel Vitamin E. Laut dem ARD-Magazin „Ratgeber Gesundheit“ schützt Vitamin E die roten Blutkörperchen, ist zudem gut für Muskeln und Nervenzellen. Neben wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Phosphor und Eisen sind in Haselnüsse zudem jede Menge Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die unsere Verdauung auf Trab halten.

Erdnuss

Erdnüsse bestehen aus rund 1/4 Eiweiß sowie zu 50% aus Fett. 20 bis 30 Gramm der Erdnuss liefern so viel Eiweiß wie vergleichsweise ein Glas Milch, jedoch bei wesentlich mehr Fett. Demzufolge sollte man beim Verzehr von Erdnüssen aufpassen! Ein Ersatz gegenüber Chips ist zwar ratsam, aber schlank machen Erdnüsse in Rauhen Mengen nicht! Wird auf einen maßvollen Verzehr an Erdnüssen geachtet, so sind Erdnüsse gesund. Erdnüsse liefern viele Nährstoffe. Ausgedrückt in Kohlenhydrate entsprechen 100 g frische Erdnüsse 9,7 Gramm, was 570 Kalorien in kcal entspricht. Geröstete und gesalzene Erdnüsse haben einen höheren Gehalt als Kalorien und Kohlenhydrate. Hier sollte man besonders aufpassen, wenn man Diät macht!

Walnuss

Die Früchte sind groß und ähneln Steinfrüchten (und werden in deutschsprachiger Literatur auch oft als Steinfrüchte bezeichnet). Sie bestehen aus einer gefurchten oder runzeligen, Nussfrucht, die von einer ihr anhaftenden, dicken, faserigen und sich meist nicht öffnenden Hülle umgeben ist.

Walnüsse sind die Nummer eins, wenn es um Antioxidantien geht: Sie liefern größere Mengen und hochwertigere Freie-Radikale-Fänger als jede andere Nuss und schützen so vor Zellschäden. Die Effektivität von Walnüssen im Kampf gegen freie Radikale lag um das zwei- bis 15-fache über der Wirksamkeit von Vitamin E, das bekannt dafür ist, freie Radikale besonders gut abzufangen und so den Körper vor Zellschäden zu schützen.

Macadamia

Die Macadamia-Nuss, wegen ihres feinen Geschmacks auch Die Königin der Nüsse genannt, gehört zwar im Grunde zu den Steinfrüchten, bringt aber alles mit, was eine klassische Nuss auszeichnet, eine harte Schale, einen schmackhaften Kern, ein nussiges Aroma und viele ungesättigte Fettsäuren. Die Macadamia-Nuss kann das sogenannte schlechte Cholesterin im Blut senken und so Herz- und Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Mandeln

Mandeln enthalten annähernd 19% hochwertiges Eiweiß und trugen auf diese Weise maßgeblich zur Deckung des Proteinbedarfs der damaligen Bewohner des Mittelmeerraumes bei. Die Mandel sättigt außerdem ohne dick zu machen, so dass die Mandel den Menschen damals half, mit bereits kleinen Mahlzeiten leistungsfähig, fit und gleichzeitig schlank zu bleiben. Zudem liefert die Mandel viele ungesättigte Fettsäuren, sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kupfer und große Mengen der Vitamine B und E. Nur wenige Löffel eines hochwertigen Bio-Mandelpüree decken den Grossteil des täglichen Mindestbedarfes an Magnesium ab.

Gut zu wissen:

Forscher verglichen den Gehalt an Antioxidantien von neun verschiedenen Nüssen: Walnüssen, Mandeln, Erdnüssen, Pistazien, Haselnüssen, Paranüssen sowie Makadamia- und Pekannüssen. Walnüsse hatten dabei den höchsten Level an Antioxidantien.

Leider beziehen Menschen nur ca 8% der täglich aufgenommen Antioxidantien aus Nüssen. Vielen Menschen ist der Gesundheitsnutzen von Nüssen vielleicht einfach nicht geläufig. Andere machen sich möglicherweise Sorgen um ihr Gewicht, weil Nüsse ja fettreich und gleichzeitig hochkalorisch sind. Doch auch hier preist der Forscher Nüsse an: Sie enthalten gesunde Fette, die nicht im Verdacht stehen, die Arterien zu verstopfen. Zwar sind Nüsse kalorienreich, aber sie sind auch stark sättigend. So brachte bereits 2009 eine Studie ans Tageslicht, dass der Konsum von Nüssen das Risiko für eine Gewichtszunahme und Übergewicht eher senkt als anhebt. Besonders zu beachten ist die häufig auftretende Unverträglichkeit des Menschen gegenüber Nüssen. Bevor man große Mengen an Nüssen geniesst, empfehle ich einen Allergietest zu machen. In meinem Fall bin ich gegen Haselnüsse extrem allergisch. Bei manchen Menschen kann so eine Unverträglichkeit sogar lebensbedrohlich sein!