Solanin ist ein Glykoalkaloid und entsteht in Nachtschattengewächsen, wie Kartoffeln und Tomaten.

Woraus entsteht Solanin?

Durch Lichteinstrahlung und die daraus resultierende vermehrte Bildung von Chlorophyll, das ist erkennbar an den grünen Stellen in der Schale, steigt auch der Gehalt von Glykoalkaloiden in der Kartoffel. Auch andere ungünstige Anbau- und Lagerbedingungen führen zu einer erhöhten Bildung von Glykoalkaloiden in der Kartoffel, wie zum Beispiel Schädlingsbefall der Kartoffelpflanze, mechanische Verletzungen der Knolle oder längere Lagerung bei Temperaturen oberhalb von 6 °C mit der dadurch verbundenen Keimung oder Keimstimulation. Insbesondere in der Schale der Kartoffelknolle, grün gewordenen Kartoffeln sowie in den Keimen und „Augen“ (Ausgangspunkt für die Entwicklung der Keime) liegt Solanin in hohen Konzentrationen vor. Im Inneren der Knolle hingegen ist der Gehalt verschwindend gering. Somit werden durch Schälen die meisten Alkaloide entfernt und verarbeitete Kartoffelprodukte sind, sofern aus geschälten Kartoffeln hergestellt, nur gering belastet. Hohe Temperaturen zerstören die Glykoalkaloide nicht, so dass auch Braten und Frittieren nicht zu einer Reduzierung der Gehalte führen.

Wie merke ich, ob ich eine Solaninvergiftung habe?

Obwohl Kartoffeln und auch Tomaten als Grundlebensmittel sehr häufig konsumiert werden,gibt es eher selten Nachrichten von Solaninvergiftungen. Die Symptome einer Solaninvergiftung hängen von der aufgenommenen Menge, sowie vom Körpergewicht ab und treten in aller Regel 4 bis 19 Stunden nach dem Verzehr der glykoalkaloidreichen Gemüse auf. Unspezifische Symptome wie Kopfschmerz, Durchfall und Erbrechen sowie ein „Kratzen“ im Hals treten bei leichten Vergiftungen auf. Stärkere Vergiftungen können nur durch den irrtümlichen Verzehr von Teilen der Kartoffelpflanze oder von unreifen bzw. Kartoffelschalen oder grünen Kartoffeln auftreten.