Endlich ist es soweit: Dank Soylent können wir nun ganz auf organisches Essen verzichten. Nie mehr das lästige Einkaufen, Kochen oder Essen! Jetzt können alle die, die es zu viel Energie kostet, zum Einkauf zu gehen oder Essen zuzubereiten aufatmen und sich ganz ihren TV- oder Computer-Orgien hingeben. …Jahr 2022… die überleben wollen (Originaltitel: Soylent Green) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1973. Im New York 2022 leben 40 Millionen Menschen und es mangelt an Wasser, Nahrung und Wohnraum. Lediglich Reiche und Privilegierte können sich sauberes Wasser und natürliche Lebensmittel zu horrenden Preisen leisten. Eine Firma mit dem Namen Soylent kontrolliert die Nahrungsmittel weltweit. Soylent stellt künstlich hergestellte Nahrungsmittel mit dem Namen „Soylent Rot“ und „Soylent Gelb“ und „Soylent Grün“ her.

In den USA macht nun ein vermeintliches Wunderpulver Schlagzeilen. Und die Erfinder dieses Pulvers, ein Informatiker aus den USA, nannte es Soylent.

Alles drin in Soylent

In Soylent ist alles drin, was man laut Hersteller braucht, wenn man es nicht schafft, etwas „normales“ zu essen:
Kohlenhydrate, Eiweiße, Fettsäuren, Calzium, Phosphor, Vitamine, Eisen und Magnesium. Alles vollkommen frei von organischem. Herzlichen Glückwunsch für diese bahnbrechende Erfindung!

Für Yuppis und nicht gegen Armut

Leider ist Solent nicht dazu gedacht, den Hunger der Welt zu sillen. Es soll wohl für die Generation Internet bzw. Online-Gamer oder weiss ich was gedacht sein, die zu faul sind, um sich etwas organisches zu essen zu machen/zu holen/zu essen. Das ist echt ein Armutszeugnis, wenn man das Privileg hat, sich aussuchen zu können, was man essen möchte und dann mit Pulvermilch ernährt. Es ist nicht nur geistig arm, sondern ich finde es regelrecht zum kotzen, dass es Menschen gibt, die für so einen Mist

  • 85 US-Dollar für mindestens 21 Mahlzeiten
  • 14 Tüten Pulver kosten und sind für mindestens 42 Mahlzeiten
  • 28 Tüten kosten 300 US-Dollar und halten für mehr als 82 Mahlzeiten

ausgeben.

Dort, wo man es zweifelsohne gebrauchen könnte, wird das Pulver-Essen sicher nie ankommen. Schade – dann hätte es auch einen Zweck erfüllt. Einen echten Zweck. Mein Vorschlag die Macher von Soylent: Nehmt die Hälfte eures Gewinns und schickt davon dieses Pulver dahin, wo es einen wirklichen Zweck erfüllen kann.

http://www.soylent.me

http://derstandard.at/2000005187943/Zukunft-ohne-Essen