Wir wollen alle gerne gute Lebensmittel. Leider werden wir immer öfter von der Lebensmittelindustrie verhonepipelt – oder vielleicht merken wir es nur immer öfter? Eier gibt es von ganz billig bis preislich ganz schön dekadent.
Ich ertappe mich selbst im Laden beim Kauf von Eiern „freilaufender Hühner“ – was noch fehlt ist der Zusatz „glücklich“ – und erkaufe mir damit ein kleines bisschen Gutes Gewissen und einen Hauch von gesunder Ernährung.
Leider werden wir nicht erst seit dem Dioxin-Skandal und Verpackungsschwindel an der Nase herumgeführt und pragmatiker würden einfach sagen: „Kauf‘ einfach die billigsten Eier, die anderen sind wahrscheinlich nur umetikettiert worden, so wirst du wenigstens nicht verarscht.“ Wenn es nur so einfach wär. Am besten, man hält sich Hühner im eigenen Garten, oder fährt raus aufs Land und versucht, seinen Eierlieferanten selbst zu finden.

Wie finde ich die Herkunft von Eiern heraus?

Eierkarton

Die Informationen auf dem Eierkarton geben keine Auskunft über die Herkuft der Eier.

Ein Blick auf die Eierverpackung genügt leider nicht, die Herkunft der Eier herauszufinden. Die Eierindustrie hat sich da schon was einfallen lassen! Die auf der Packung befindliche „Packstellennummer“ sagt nämlich gar nichts über die Herkunft der Eier aus, sondern ausschließlich über den Ort, an dem sie abgepackt wurden.
Das heißt im Klartext, die Eierkartons, auf denen zwar „DE“ steht, zweifellos auch Eier aus Polen, Tschechien oder den Niederlanden enthalten. Die tatsächliche Herkunft eines Eis ist direkt auf das Ei gestempelt. Hier gibt es den sogenannten „Erzeugercode“: Hinter dem Erzeugercode stecken die wichtigen Informationen.

Der Erzeugercode auf dem Ei bringt Informationen zu Herkunft und Haltung

Der Erzeugercode ist immer gleich aufgebaut, hier das Schema:

  • 1. Ziffer: Die Art der Haltung:

    0 = Ökologische Erzeugung
    1 = Freilandhaltung
    2 = Bodenhaltung
    3 = Käfighaltung

  • Der Ländercode mit der Abkürzung für die EU-Mitgliedsstaaten, aus denen die Eier stammen

    AT = Österreich
    BE = Belgien
    DE = Deutschland
    NL = Niederlande

  • Danach folgt die Betriebsnummer. Jeder EU-Mitgliedstaat hat ein System eingerichtet, wie er dem zu registrierenden Betrieb eine individuelle Nummer zuweist.In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern für das Bundesland. Somit ist das Bundesland, in dem das Ei gelegt wurde, einfach zu ermitteln. Zum Beispiel steht

    01 für Schleswig-Holstein,
    03 für Niedersachsen,
    05 für Nordrhein-Westfalen und
    06 für Hessen

  • Die danach folgenden Ziffern identifizieren den einzelnen Betrieb. Für den Verbraucher ist es jedoch schwierig, anhand dieser Nummer den Legebetrieb festzustellen. Allerdings sind Eierproduzenten, die Mitglied bei dem Zertifizierer „Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e.V.“ sind, auf was-steht-auf-dem-ei.de auffindbar.

http://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/nur-der-stempel-auf-dem-ei-klaert-die-herkunft