…so schläft man und fühlt sich entweder ausgeruht, oder eben nicht. Im Grunde fühle ich mich immer noch jung. Bis auf einige Zipperlein. Hie und da merke ich, dass ich mehr Pausen brauche und ab und an spüre ich mein Kreuz. Früher habe ich noch auf Parties auf dem Boden geschlafen. Am nächsten Tag ging es mir trotzdem blendend. Heute lege ich Wert auf ein ordentliches Bett, im Zweifel fahre ich lieber mit dem Taxi nach Hause, als auf irgendeiner Wohnzimmercouch zu nächtigen. Mein Kreuz macht das einfach nicht mehr mit. Ich spüre alle Knochen und bin am nächsten Tag wie gerädert. Mir ist gerade aufgefallen, dass ich schon ewig in demselben Bett schlafe, und das auch nicht so 100%ig gut. Mein Auto ist neuer als mein aktuelles Bett, stelle ich gerade fest. Das gibt zu denken! Also ist jetzt vielleicht auch endlich mal ein neues Bett dran, schliesslich gibt’s beim Bett noch Optimierungspotential.

Es gibt ja viele gute Bett-Konzepte, die gute alte Federkernmatratze, ein Futon, Latex- oder Wasserbett. Ich fühl mich mittlerweile nicht mehr gut auf einem Futon. In diesem Zuge habe ich mir gerade ein Wasserbett angesehen und muss ehrlich gestehen, ich hatte viele Vorurteile. Ich dachte z.B. ein Wasserbett ist kalt und auf Wasserbetten wird man Seekrank. Wasserbetten sind schwer und ich müsse um die Statik meiner Altbauwohnung bangen und wenn so ein Bett platzt ist das ganze Stockwerk unter Wasser. Nach ein wenig Recherche kann ich beruhigt sagen, dass wirklich keine meiner Vorurteile stimmen.

wasserbett

Was ist überhaupt ein Wasserbett? Ist ein Wasserbett von einem Fachmann eingebaut und individuell eingestellt, passt sich das Wasserbett der Körperform seines Besitzers an, so dass Bandscheibe und der gesamte Rücken optimal entlastet werden. Die Idee hinter dem Wasserbett geht zurück auf nomadische Wüstenvölker zurück, die damals vernähte Ziegenhäute mit Wasser befüllten und dadurch bequemer sitzen und liegen konnten. Was bei einem normalen Bett der Härtegrad der Matratze ist, ist bei einem Wasserbett die Füllmenge an Wasser. Es gibt mittlerweile Wasserbetten, deren Temperatur man sogar regeln, seit kurzem ja sogar Wasserbetten, die man mit Musik beschallen kann. Hygienisch einwandfrei ist ein Wasserbett auch: Die Vinyl-Oberfläche des Bettes lässt sich im Gegensatz zu herkömmlichen Matratzen ohne Rückstände reinigen. Damit bleibt ein Wasserbett dauerhaft praktisch so gut wie milbenfrei.

Ein Wasserbett kann gegen Rückenschmerzen helfen, indem das Bett das Körpergewicht des Schlafenden gleichmäßig verteilt und so die Wirbelsäule entlastet. Die Matratze kann so punktgenau die unterschiedlichen Körperpartien unterstützen, ohne zu drücken oder zu weich einzusinken. Zwar passt sich die Matratze tatsächlich an die individuelle Körperform an, ob ein Wasserbett gegen Rückenschmerzen hilft, lässt sich nicht pauschal für jede Art von Rückenschmerzen sagen. Das sollte mit dem Arzt im Zweifel abgeklärt werden. Insgesamt sollte das Wasserbett nicht zu weich eingestellt sein, da die Wirbelsäule sonst zu stark im liegen durchhängt. Der Effekt wäre kontraproduktiv, was Rückenschmerzen mittelfristig sogar noch verstärken kann. Ein weiterer Faktor ist die Temperatur, die sich bei modernen Wasserbetten regulieren lässt: Folien-, Keramik- oder Carbon-Heizungen eröffnen das Schlafen auf einem leicht erwärmten Untergrund, was durch die Wärme positiv zur Muskelentspannung beitragen kann.

Foto: (c) Silvano Wasserbetten