Superfood

Heidelbeeren als Superfood

Als Superfood gilt auch die Heidelbweere

Superfood, seit einigen jahren werden diverse Lebensmittel, die als besonders gesundheitsfördernd erachtet werden als „Superfood“ bezeichnet. Als Superfood werden Nahrungsmittel, meinst Samen, Beeren oder Wurzeln bezeichnet, die über einen besonders hohen Gehalt an Nährstoffen bzw. Gesunden Wirkstoffen verfügen. Meist sind diese Nahrungsmittel bereits seit jahrhunderten den Urvölkern bekannt und werden dort nach wie vor in den Ernährungsplan integriert.
Die Bezeichnung „Superfood“ ist ein von den Medien und der Nahrungsmittelindustrie geprägter Kunstbegriff. Eine fachliche Definition existiert nicht. Das heißt, es gibt keinen rechtlich bindenden Begriff, der „Superfood“ eindeutig definiert. Das „Oxford English Dictionary“ beschreibt Superfood als „ein nährstoffreiches Lebensmittel, das als für Gesundheit und Wohlbefinden besonders förderlich erachtet wird“, wogegen widerum andere Lexika den Verweis auf die Gesundheit unterlassen und es als „äußerst nährstoffreiches Nahrungsmittel, vollgepackt mit Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien und/oder Phytonährstoffen“ bezeichnen. Mehr Hype als wirkliche Wirkung rund ums Superfood? Das möchte ich hier näher beleuchten.

Heimische Superfood: Heidelbeeren, Granatapfel, Rote Beete

Zu den heimischen Superfoods kann man die Heidelbeere zählen. Heidelbeeren sind wahre Vitaminbomben für die Vitamine C und E. Beide Vitamine zählen zu den sog. „Antioxidantien“. Antioxidantien sind besonders wichtig, freie Radikale abzufangen. Anthocyane unterstützen den Körper dabei, freie Radikale abzufangen und sie zu neutralisieren. Die Pflanzenstoffe, die den Heidelbeeren auch ihre tiefblaue Farbe geben, können so einen vorzeitigen Alterungsprozess der Haut ausbremsen. Zudem sind Heidelbeeren kalorienarm (100g besitzen 36 Kcal) und besitzen Gerbstoffe, die im getrockneten Zustand gegessen, die Vermehrung von Bakterien hemmen und gegen Durchfall wirken sollen. Der Granatapfel besitzt ebenfalls viele Antioxidantien, die besonders gegen freie Radikale wichtig sind.

Exotische Superfood: Superlebensmittel von der Küste des Amazonas bis zur Mongolei

Neben den heimischen bzw den in unseren Breiten bekannten Suerpanhrungsmittel werden derzeit besonders die exotischen Superfoods hervorgehoben. Besondes die exotischen Lebensmittel sollen wertvoll für unsere Ernährung sein, weil sie eine oft gänzlich anders gelagerte Nährstoffzusammensetzung bieten, als einheimische Gewächse. Hier eine Auswahl der gängigen Lebensmittel mit Mehrwerrt:

Die Açai Beere

Aktuell ist die Açai der Renner unter den Superfoods. Açai ist eine Beere und stammt aus Brasilien und wächst auf Palmen. Von den Bewohnern wird sie entweder frisch oder auch als Saft zu sich genommen. In Deutschland wird Açai in Joghurt, Säfte, Müsli oder in Schokolade gemischt. Die Açai hat tatsächlich einen hohen Gehalt an Anthocyanen. Dieser wird antioxidativ und schützt auf diese Weise die Körperzellen vor freien Radikalen. Allerdings ist die Beere auch reich an Fett

Chiasamen

Chiasamen stammt aus Mexiko und war schon den Azteken als Nahrungsmittel bewährt. Man sagt, es wurde für die Stärkung der Krieger genutzt und eine Mahlzeit mit Chiasamen kann dem Körper bis zu 24 Stunden lang Energie liefern. Chiasamen werden in der Regel eingeweicht in Müsli, Smoothies, Salaten etc. Verzehrt. Chiasamen gelten wie Amarant, Buchweizen und Quinoa als Pseudogetreide, das heißt, es kann ähnlich wie Getreide verwendet werden, allerdings nicht zum Backen. Chia sind deswegen so wertvoll, weil sie viele essentielle ungesättigte Fettsäuren, wie Omega-3 und Omega 6 besitzen. Zudem besitzen Chiasamen ca. 20% Eiweiß und sind damit ein sehr gesunderLieferant für gesunde Fette und Eiweiße, Vitamine und Mineralien.

Goji Beere

Die Goji Beere heisst im Deutschen Wolfsbeere, Bocksdornfrucht oder Glücksbeere („happy berry“). Die Heimat der Goji-Beere liegt in China und der Mongolei. Sie ist bereits seit Jahrtausenden Bestandteil der chinessischen Medizin. Die Goji Beere wächst auch in diversen Regionen Tibets, welche sich aufgrund ihrer Herkunft durch eine besonders saftige und süsse Qualität aus. Sie weist zudem ein noch höheres Vitalstoffprofil auf als Goji-Beeren aus anderen Regionen der Welt. Genau wie Tomaten und Kartoffeln gehört die Goji-Beere zur Familie der Nachtschattengewächse. Das steckt in der Goji Beere: Die Phytonährstoffe und Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin und jede Menge essentielle Aminosäuren.
Goji-Beeren besitzen zudem alle essentiellen Aminosäuren, eine Mega-Dosis Vitamin A (Beta-Carotin), Vitamin C, Vitamin E (das in Früchten normalerweise sehr selten enthalten ist), sowie ausgezeichnete Vitamin-B-Werte. Goji-Beeren enthalten ausserdem mehr Eisen als Spinat, so dass bereits die Menge von 50g getrockneter Goji-Beeren die Hälfte des menschlichen Tagebedarfs deckt. Goji-Beeren besitzen darüber hinaus 21 wichtige Spurenelemente, die es aufgrund der oft ausgelaugten landwirtschaftlichen Böden in unseren heimischen Grundnahrungsmitteln heute kaum noch gibt.

Quinoa

Quinoa ist wie ein Getreide, eigentlich gehört es aber zur den Körnergwewächsen. Quinoa ist ein eiweißreicher Samen zweier Gänsefußgewächse Sie gehören beide zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Quinoa stammt aus Südamerika und war den Inkas in den Anden vonb Bolivien und Peru bereits vor 6000 jahren als Grundnahrungsmittel bekannt. Man nennt Quinoa auch Perureis, Inkaweizen oder Inkareis. Quinoa ist entgegen vieler kein Getreide, sondern eine Körnerfrucht aus dem Gänsefußgewächs. Die Frucht erinnert von der Größe an Hirse, die Farbe der Samen kann von gelb, bis ins rotbraun gehen. Quinoa besitzt viel Eiweiß. Je nach Sorte kann das Korn bis zu 15% seines Eigengewichts Proteine enthaten. Für Vegetarier bedeutet dies eine wertvolle Euiweißquelle als Ersatz für Fleisch und Fisch. Was Quinoa so wertvoll macht, ist neben den Proteinen auch die essentiellen Aminosäure Lysin, die für eine strahlende Haut und gesunde Knochen sorgt. Eisen, Phosphor und Calcium sind in Quinoa ebenfalls überdurchschnittlich und reichlich vorhanden. Quinoa wird wie Getreide verwendet und kann wie Reis mit Wasser gekocht werden. Es lässt sich adurch zu einer leckeren Beilage zu Hauptgerichten servieren. Quinoa ist Glutenfrei.

Alle die oben sogenannten „Superfoods“ besitzen gesundheitsfördernde Eigenschaften, die wir für uns nutzbar machen können. Ein Allheilmittel ist keines der Superfoods. Bei einem weniger ausgewogenen Lebensstil reicht weder ein Müsli mit einem bestimmten Samen, um seine Gesundheit wieder ins Gleichgewicht zu bringen, noch jeden Tag ein Granatapfel, um sich vor Krankheiten zu schützen. Aber Superfoods können eine gesunde Ernährung oder Diät sicher unterstützen. Über Kommentare freue ich mich.

Foto: Flickr, CC / Jevgēnijs Šlihto