Die Kartoffel ist ein wahres Kraftpaket. Ihre hohe Nährstoffdichte, der Stärkegehalt und die hohe biologische Wertigkeit des enthaltenen Proteins machen die Kartoffel weltweit zum bedeutendsten Lebensmittel aus der Familie der Nachtschattengewächse.

Achtung: giftig!

kartoffelnAllen Vertretern dieser Familie, auch Aubergine, Paprika und Tomate, ist gemeinsam, dass sie eine Vielzahl natürlicher Gifte enthalten, zu denen auch die Glykoalkaloide gehören. Im Pflanzenreich dienen diese Stoffe als natürlicher Schutz gegen Fressfeinde. Zudem wirken Glykoalkaloide gegen Insekten und Pilze, so dass die Pflanzeneinen gewissen Schutz vor Krankheiten und Schädlingen besitzen. Das in der Kartoffel mit 95 % anteilig am stärksten vertretene Glykoalkaloid ist das Solanin.

Wie sollte man Kartoffeln lagern?

Kartoffeln sollten kühl, trocken und dunkel gelagert werden, sonst treiben sie schon nach kurzer Zeit aus. Grüne Stellen auf Kartoffeln sollten auf keinen Fall mit gegessen werden, denn sie enthalten das natürliche Gift Solanin. Auch in der Schale, in den sogenannten „Augen“ und Keimen kann Solanin in größeren Mengen enthalten sein. Durch sorgfältigen Umgang mit Kartoffeln bei der Lagerung und Verarbeitung im Haushalt geht von Solanin keine gesundheitliche Gefahr für den Menschen aus. Um den Solaningehalt in Kartoffeln möglichst gering zu halten, sollten kartoffeln an einem dunklen und kühlen Ort gelagert werden. Bei der Verarbeitung ist es wichtig, grüne Stellen und Keime großzügig zu entfernen. Kartoffeln sollten – auch um Vitamin- und Mineralstoffverluste zu vermeiden – am besten mit der Schale gekocht und zum Verzehr gepellt werden.

Foto: KatrIn Morenz / Flickr